
Der selbstverliebte AutohĂ€ndler Charlie Babbit erfĂ€hrt nach dem Tod des ungeliebten Vaters von der Existenz eines Ă€lteren Bruders namens Raymond, der als Alleinerbe des Familienvermögens von 3 Millionen Dollar eingesetzt wurde. Raymond ist Autist und lebt in einem Heim fĂŒr Behinderte. Mit dem Plan, seinen Erbteil von den AnwĂ€lten zu erpressen, entfĂŒhrt Charlie den Bruder und flĂŒchtet mit ihm quer durch die Vereinigten Staaten. Die ungleichen BrĂŒder beginnen sich kennen zu lernen und langsam anzunĂ€hren.
HandlungDer Egozentriker CharlieCharlie Babbit (Tom Cruise) lebt das Leben eines selbstbezogenen Hochglanz-Yuppies. Er handelt mit teuren Luxus-Karossen, und funktionalisiert systematisch die Menschen in seinem Umfeld. Nachdem er gerade noch einen wichtigen Deal, der wegen mangelnder Umweltstandards der verkauften Wagen zu platzen drohte, retten konnte, will er sich bei einem Wochenende in Palm Springs mit seiner Freundin Susanna (Valeria Golino) von den Strapazen erholen. Doch es kommt anders als erwartet, denn unterwegs erreicht ihn unerwartet die Nachricht vom Tod seines Vaters.
Kurzfristig Àndert Charlie nun also seine WochenendplÀne und fÀhrt zusammen mit Susanna nach Cincinnati, Ohio, um dort die Angelegenheiten seines Vaters zu regeln.Jahre zuvor hatte Charlie nach einem heftigen Streit mit seinem Vater das Elternhaus verlassen und seitdem den Kontakt zur Heimat abgebrochen.
In Cincinnati angekommen, erwarten ihn jedoch einige Ăberraschungen:Bei der Testamentseröffnung wird er mit der Nachricht konfrontiert, dass das Vermögen seines Vaters gröĂtenteils an die Institution Wallbrook gehen wird, von der Charlie noch nie etwas gehört hat. Er dagegen soll den 49er Buick erhalten und einige preisgekrönte RosenbĂŒsche seines Vaters. Charlie ist empört und fĂŒhlt sich um sein rechtmĂ€Ăiges Erbe betrogen. Er macht sich also auf, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Der Autist RaymondIn Wallbrook angekommen, verweigert der Klinikleiter Dr. Bruner (Gerald R. Molen) jedoch zunĂ€chst die Auskunft. Erst als Charlie zurĂŒck zum Wagen kommt, findet er dort neben der wartenden Susanna einen fremden Mann am Steuer vor. Dieser erklĂ€rt ihm, er kenne den Wagen von den Besuchen seines Vaters. Nach und nach stellt sich heraus, dass es sich bei dem Mann um Charlies autistischen Bruder Raymond (Dustin Hoffman) handelt, dem das gesamte Vermögen des Vaters zugesprochen worden war.
Charlie ist auĂer sich. Viel mehr als die Tatsache, dass sein Vater ihm nichts von der Existenz seines Bruders erzĂ€hlt hatte, nagt an ihm die Wut darĂŒber, dass der augenscheinlich ĂŒberhaupt nicht an Geld interessierte Ă€ltere Bruder das gesamte Vermögen des Vaters geerbt hat. Er sinnt auf einen Plan. Er möchte die Vormundschaft ĂŒber seinen Bruder beantragen und so doch noch in den Besitz des nach seiner Ansicht ihm zustehenden Erbes gelangen.Kurzerhand entfĂŒhrt er seinen Bruder und fĂ€hrt mit ihm in Richtung Kalifornien.
Die Reise gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet, denn der autistische Raymond weicht nur sehr widerwillig und unter lautem Protest von seinen Alltagsgewohnheiten ab. Er besteht auf seinem festen Tagesrhythmus und weigert sich strikt, ein Flugzeug auch nur zu betreten. Charlie, der keinerlei Erfahrung im Umgang mit einem geistig behinderten Menschen hat, hat schnell die Nase voll. Mit Blick auf das betrĂ€chtliche Vermögen seines Bruders bemĂŒht er sich jedoch, die âAusfĂ€lleâ seines Bruders zu tolerieren.
Als Raymond eines Tages aber Susanna und Charlie beim Sex ĂŒberrascht platzt ihm der Kragen. Er beschimpft seinen behinderten Bruder und wird handgreiflich. Entsetzt packt Susanna daraufhin ihre Sachen. Sie kann nicht verstehen, wie Charlie mit dem völlig verstörten Raymond so umgehen kann und wirft ihm vor, alle Menschen in seiner Umgebung fĂŒr seine Zwecke zu benutzen.
Die ReiseDie beiden so unterschiedlichen BrĂŒder sind nun also auf sich gestellt. Auf ihrer gemeinsamen Reise kommen sie sich gezwungenermaĂen nĂ€her, und Charlie bemerkt immer öfter Raymonds auĂergewöhnliche Begabungen. Das GedĂ€chtnis seines Ă€lteren Bruders ist auĂerordentlich und immer wieder beeindruckt Raymond auch durch seine mathematischen FĂ€higkeiten.
In Las Vegas gewinnen die beiden durch Raymonds Kombinationsvermögen beim Black Jack ĂŒber 80.000 Dollar. Charlie ist fasziniert von den bisher ungekannten FĂ€higkeiten seines Bruders. Nachdem auch Susanna wieder zu den beiden MĂ€nnern gestoĂen ist, genieĂen die drei ausgelassen das Beisammensein. Charlie bringt seinem Bruder das Tanzen bei, und mit Susanna erlebt er sogar seinen ersten KuĂ, den er im Nachhinein als ânassâ bezeichnet.
Als der Termin zur Verhandlung ĂŒber die Vormundschaft endlich stattfindet, bietet Dr. Bruner Charlie einen Betrag von 250.000 Dollar an, wenn er seinen Bruder zurĂŒck in die Klinik bringen und in Ruhe lassen wĂŒrde. Charlie ist inzwischen jedoch nicht mehr primĂ€r an dem Geld sondern an seinem Bruder interessiert. Die Zeit mit seinem behinderten Bruder hat aus ihm einen anderen Menschen gemacht. Dennoch sieht er ein, dass Raymond fĂŒr die Zukunft in der Klinik besser aufgehoben ist. Er verspricht Raymond, ihn regelmĂ€ssig zu besuchen.
WeiterfĂŒhrende InformationenWissenswertes zum Film und zum DrehbuchGiganten im Geiste â Ăber die Entstehung des Drehbuches
Weitere Informationen im InternetInformationen zur Person Kim Peek, von dem sich Drehbuchautor Barry Morrow zur Figur des Raymond Babbit inspirieren lieĂDas geheime Wissen der ErbsenzĂ€hler, Artikel ĂŒber das âSavant-Syndromâ bzw. âInselbegabungâ Diverse Filmkritiken auf rottentomatoes.com (engl.)
QuellenRain Man in der Wikipedia (dt.)Rain Man in der Wikipedia (engl.)